Vor kur­zem ist beim Ver­lag Lan­noo das Büch­lein Wat mind­full­ness niet is [Was mind­ful­ness nicht ist] von Edel Maex (Text) und Ar­dan Tim­mer (Il­lus­tra­tio­nen] er­schie­nen. In 24 kur­zen Tex­ten und da­zu­ge­hö­ri­gen Car­toons wird er­läu­tert, was mind­ful­ness al­les nicht ist, ge­folgt von ei­nem Text dar­über, was es doch ist. Zen­Le­ven durf­te ei­nen der Tex­te mit Il­lus­tra­ti­on über­neh­men.

Mindfulness ist nicht: „hier und jetzt“

Von Edel Maex und Ar­dan Tim­mer

Nach ver­schie­de­nen ver­geb­li­chen Ver­su­chen kam Ger­da da­hin­ter, dass das ‘jetzt’ sich nicht fan­gen lässt….

Wenn ich trau­rig bin oder Sor­gen ha­be, ist es so schwie­rig, im Hier und Jetzt zu blei­ben.’ Das ist viel­leicht das hart­nä­ckigs­te Miss­ver­ständ­nis über mind­ful­ness. Das wich­ti­ge Wort im Satz ‘hier und jetzt le­ben’ ist ‘le­ben’. ‘Le­ben’ ist das Verb, ‘hier’ und ‘jetzt’ sind Ad­ver­bi­en. Das ‘hier und jetzt’ ist der ein­zi­ge Ort, den du beim bes­ten Wil­len nicht ver­las­sen kannst. Die wich­ti­ge Fra­ge ist dann auch nicht, ob du ‘hier und jetzt’ bist, son­dern wie.

Es gibt nur ei­nen Au­gen­blick und ei­nen Ort, an dem du trau­rig sein oder dir Sor­gen ma­chen kannst, und das ist hier und jetzt. Die Fra­ge ist: Wie gehst du mit Sor­gen und Trau­rig­keit um? In Sin­ne von mind­ful­ness ge­schieht das nicht durch Flucht in ein my­thi­sches ‘Hier und Jetzt’, son­dern da­durch, an­we­send zu blei­ben, mit freund­li­cher, of­fe­ner Auf­merk­sam­keit.

Die Wor­te ‘hier und jetzt’ fü­gen ei­gent­lich sehr we­nig In­for­ma­ti­on hin­zu. Sie wir­ken eher wie ein Aus­ru­fe­zei­chen. Sie ver­wei­sen auf die Un­mit­tel­bar­keit der Er­fah­rung. Jetzt!

Mehr le­sen? Das Buch ist lei­der noch nicht über­setzt, es ist im Ori­gi­nal hier er­hält­lich.

(aus dem Nie­der­län­di­schen über­setzt von Sig­run Lobst und Pe­ter Tra­pert)

Quel­le: Mind­ful­ness is niet: ‘hier en nu’, Zen­Le­ven Früh­jahr 2018